Bild: © J.G. KNOPF´S SOHN GmbH & Co. KG

„500 Mitarbeiter betroffen“

Die J.G. KNOPF´S SOHN GmbH & Co. KG ist ein klassisches mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Helmbrechts in Oberfranken. Das Unternehmen ist einer der modernsten Textilveredler in Europa und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Nun aber steht die Existenz des Traditionsunternehmens auf dem Spiel. Grund ist ein neues Gesetz, welches dem energieintensiven Mittelständler die Wirtschaftlichkeit raubt.

August Wagner setzt sich auch als Vorstandsvorsitzender des VEA e.V. für verbesserte Rahmenbedingungen der energieintensiven mittelständischen Industrie in Deutschland ein.

Bild: © J.G. KNOPF´S SOHN GmbH & Co. KG

Textilien sind nicht einfach nur Stoff. Sie sind lebendiges und faszinierendes Material mit den unterschiedlichsten Eigenschaften“, so August Wagner, Geschäftsführender Gesellschafter bei KNOPF´S SOHN. „Seit 1809 arbeiten wir für jeden Stoff seinen individuellen Charakter heraus und haben uns zu einer der größten Textilveredelungen Deutschlands entwickelt. Unser Erfolgskonzept: Wir veredeln Textilien speziell abgestimmt auf die Wünsche unserer Kunden“, beschreibt Wagner das Alleinstellungsmerkmal seiner Firma.

Das Unternehmen ist ein fester Bestandteil und mit rund 500 Mitarbeitern der wichtigste Arbeitgeber in der Region. Das könnte bald Geschichte sein, denn das neue BEHG (Bundesemissionshandelsgesetz) wird die Energiekosten des Unternehmens ab 2023 derart steigern, dass die Kosten den erzielten Gewinn um ein Mehrfaches übertreffen werden. Die Weiterführung eines der letzten Unternehmen dieses Spezialbereichs in Deutschland wäre damit unmöglich.

Wagner: „Wir würden sehr gern in klimafreundliche Technologien zur Erzeugung unserer Prozesswärme im hohen Temperaturbereich investieren. Leider existiert noch keine wirtschaftliche und verlässliche Alternative zu fossilen Brennstoffen“. Aus seiner Sicht müssten dringend Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Standorte von energieintensiven mittelständischen Unternehmen in Deutschland zu sichern. Eine Abwanderung dieser Kapazitäten hätte aber nicht nur fatale wirtschaftliche und soziale Folgen für die jeweilige Region: „Nein, auch dem Klima ist nicht geholfen, wenn die hier wegfallende Produktion stattdessen an asiatische Standorte verlagert wird, die deutlich geringere Umweltstandards und wesentlich höhere fossile Energieverbräuche haben“, warnt Wagner.

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